Finanzierung der Schweinegrippe-Impfung weiterhin strittig

Geschrieben am Mittwoch, 29. Juli 2009 um 12:54 Uhr von Claas Schaefer

Sollen die Krankenkassen die Kosten tragen?

Sollen die Krankenkassen die Kosten tragen?

Die Entwicklung des Schweinegrippe-Impfstoffs läuft auf Hochtouren, sodass die erste Impfaktion in Deutschland noch für diesen Herbst angesetzt wurde. Die Bundesregierung hat insgesamt 50 Millionen Impfdosen bestellt, die dann gefährdete Risikogruppen, wie zum Beispiel medizinisches Personal, vor dem H1N1-Virus schützen sollen.

Doch bislang konnte die Finanzierung dieser ersten Impfaktion noch nicht geklärt werden, denn die Krankenkassen weigern sich, die vollständigen Kosten in Höhe von 500 Millionen Euro zu übernehmen. Die gesetzlichen Krankenkassen bemängeln, dass derartige Zusatzkosten nicht im Gesundheitsfonds berücksichtigt wurden und aus diesem Grund das Budget hierfür nicht ausreicht.

Für den Ersatzkassenverband ist die Erhebung eines Zusatzbeitrags daher unumgänglich, da eine Finanzierung der Schweinegrippe-Impfung ansonsten nicht realisierbar sei. Der Staatssekretär des Bundesministeriums für Gesundheit, Dr. Klaus Theo Schröder, wies diesen Vorschlag jedoch vehement zurück, schließlich ergebe sich die Zahlungspflicht für Schutzimpfungen aus dem Sozialgesetzbuch.

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