Erreger

Die Schweineinfluenzaviren wurden früher auch SIV – swine influenza virus – genannt. Der häufigste Erreger dieser Grippe sind Influenza-A-Viren der Subtypen H1N1, selten aber auch H3N2, und sehr selten werden auch humane Influenza-C-Viren bei Schweinen isoliert. Neben diesen krankheitsauslösenden Influenzaviren, werden aber auch humane, aviäre, also Vögel zugehörig, und porzine Virus-Subtypen isoliert, ohne dass diese Symptome einer Grippeerkrankungen verursacht haben, die Influenza aber trotzdem weiterverbreiten können.

Im Jahre 1930 wurde das erste porzine Influenzavirus isoliert, welches jedoch am Ende der 1950er Jahre wieder völlig verschwand. Erst 1976 tauchte der Erreger in europäischen Schweinebeständen wieder neu auf, vermutlich durch das Importieren von Schweinen, und tritt seither endemisch auf. 1979 wurde erstmals ein aviärer H1N1-Subtyp bei Schweinen isoliert, der dem der Enten sehr ähnlich war, und seither erfolgen erwiesenermaßen Kozirkulationen porziner und aviärer Stämme. Generell wiesen die porzinen H1N1-Subtypen in den letzten 60 Jahren eine hohe genetische und antigenetische Stabilität auf.

Können Schweinegrippe-Viren auf den Menschen übertragen werden?
 
Im Normalfall werden Menschen nicht durch die Viren der  Schweinegrippe (Schweineinfluenza) infiziert, trotzdem gibt es aber Berichte über sporadische Infektionen beim Menschen. Diese Infektionen treten aber zumeist nur bei Menschen auf, die sehr engen und damit direkten Kontakt zu Schweinen haben, ähnlich auch der anfänglichen Situation bei der Vogelgrippe. Aber auch Übertragungen von Mensch zu Mensch sind bekannt. Am 27. April 2009 hat die WHO (Weltgesundheitsorganisation) bekannt gegeben, dass der Schweineinfluenza-Virus A/H1N1 im Stande ist, von Mensch zu Mensch übertragen zu werden und hat die pandemische Warnphase 4 ausgerufen. Diese Phase 4 beschreibt das Auftreten von Ausbrüchen auf lokaler Ebene.

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