Geschrieben am Donnerstag, 10. September 2009 um 11:39 Uhr von Claas Schaefer

Impfungen im Norden nicht gut angsehen
Aktuellen Umfragen zufolge ist sich ein Großteil der deutschen Bevölkerung noch nicht sicher, ob er sich gegen das neue H1N1-Virus impfen lassen wird. Insbesondere in Norddeutschland stößt die geplante Massenimpfung auf große Ablehnung. So veröffentlichte die DAK in Hamburg am vergangenen Montag einen Bericht, demzufolge sich 68% aller Menschen in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen auf keinen Fall bzw. wahrscheinlich nicht gegen die Schweinegrippe impfen lassen werden. In Bayern und Baden-Württemberg ist die Ablehnung der Impfung sogar noch größer, denn nur neun Prozent der Befragten wollen sich impfen lassen.
Die Experten der DAK gehen davon aus, dass das geringe Interesse an einem Schutz vor dem H1N1-Virus in den milden Verläufen der Erkrankung begründet ist. Sobald sich die Zahl der schwereren Verläufe mehrt, wird auch die Nachfrage nach der Impfung sprunghaft ansteigen.
Geschrieben am Donnerstag, 10. September 2009 um 11:35 Uhr von Claas Schaefer

18 Millionen Impfdosen haben die Minister geordert
Nachdem die Bundesärztekammer am vergangenen Wochenende die geplante Massenimpfung gegen die Schweinegrippe stark kritisiert hatte, trafen sich am gestrigen Montag die Gesundheitsminister der Länder in Berlin und berieten ihr weiteres Vorgehen. So einigten sie sich darauf, 18 Millionen zusätzliche Impfdosen zu bestellen, um den Schutz der Bevölkerung vor dem H1N1-Virus auszuweiten.
Im Rahmen dieser kurzfristig einberufenen Sondersitzung konnte die Finanzierung dieser Maßnahme jedoch noch nicht geklärt werden, wobei die Länder eine Kostenübernahme durch den Bund forderten. Zur Klärung der Finanzfragen wird eine spezielle Arbeitsgruppe von Bund und Ländern am morgigen Mittwoch, den 09. September, in Berlin tagen.
Geschrieben am Donnerstag, 3. September 2009 um 19:45 Uhr von Claas Schaefer

Leere Klassenräume in NRW
Die Schweinegrippe breitet sich in Deutschland zunehmend aus, wodurch sich bundesweit mittlerweile bereits mehr als 16.200 Menschen mit dem neuen H1N1-Virus infiziert haben. Mit rund 5.100 Erkrankungen ist Nordrhein-Westfalen besonders stark betroffen, sodass im bevölkerungsreichsten Bundesland erhöhter Handlungsbedarf besteht.
Aus diesem Grund hat sich die nordrhein-westfälische Landesregierung nun dazu entschlossen, weitere Schulen vorläufig zu schließen. Nachdem die japanische Schule in Düsseldorf im Juni bereits zwischenzeitlich geschlossen worden war, müssen nun auch die Schüler einer Wittener Grundschule und zweier Schulen in Bergkamen zu Hause bleiben. Darüber hinaus wurde ebenfalls in mehreren Schulklassen der Unterricht bis auf weiteres eingestellt, da sich mehrere Schüler mit der Schweinegrippe infiziert hatten. Mithilfe dieser Maßnahmen versucht das Land Nordrhein-Westfalen, eine weitere Verbreitung des H1N1-Virus zumindest einzudämmen und so die Bevölkerung vor der Pandemie zu schützen.
Geschrieben am Dienstag, 1. September 2009 um 14:42 Uhr von Claas Schaefer

Universität in Bonn
Die Schweinegrippe breitet sich weiterhin in rasender Geschwindigkeit aus, sodass sich allein in Deutschland mittlerweile über 16.000 Menschen mit der neuen Influenza infiziert haben. Bislang ist diese hierzulande relativ mild verlaufen und hat noch keine Todesopfer gefordert, doch dies könnte sich schon bald ändern. Denn ein 35-jähriger Mann liegt derzeit auf der Intensivstation der Bonner Universitätsklinik und kämpft um sein Leben. Als erster Deutscher erkrankte er lebensgefährlich an dem H1N1-Virus und wurde daher bereits in der vergangenen Woche stationär aufgenommen.
Eine Sprecherin des Klinikums gab nun in einem Interview bekannt, dass der Mann zu einer besonders gefährdeten Personengruppe gehöre. Zudem habe sich sein Zustand durch Tamiflu gebessert, sei aber immer noch kritisch. Aufgrund der Tatsache, dass das Grippemittel angeschlagen hat, lässt sich eine Mutation des Schweinegrippe-Virus vollkommen ausschließen.
Geschrieben am Dienstag, 1. September 2009 um 11:48 Uhr von Claas Schaefer

Schweinegrippe-Impfung ein Flop?
Seitdem die Weltgesundheitsorganisation das neue H1N1-Virus zu einer weltweiten Pandemie erklärt hat, gibt es täglich neue Meldungen zum Thema Schweinegrippe. So ruft die Bundesregierung die Bevölkerung dazu auf, sich schnellstmöglich impfen zu lassen, einige Experten warnen jedoch vor den noch unbekannten Nebenwirkungen des Impfstoffes.
Der Bundesärztekammer zufolge sorgt diese massive Verunsicherung der Bevölkerung dafür, dass die Beteiligung an der geplanten Massenimpfung nur äußerst gering ausfallen wird. So werden aller Voraussicht nach nur etwa 50% aller Einsatzkräfte, chronisch Kranken und Übergewichtigen den allgemeinen Empfehlungen Folge leisten und sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Frank Ulrich Montgomery, der Vizepräsident der Bundesärztekammer, glaubt deshalb, dass die gesamte Impfaktion ein Flop wird.
Geschrieben am Dienstag, 1. September 2009 um 11:34 Uhr von Claas Schaefer

Die Zahl der Infizierungen steigt
Obwohl die Schweinegrippe hierzulande bislang immer sehr mild verlaufen ist, blickt das Robert Koch Institut mit Sorge in die Zukunft. Reinhard Burger, der Vizepräsident des Instituts, erwartet eine zweite Welle für den kommenden Herbst, sodass von einer Entwarnung keine Rede sein kann. Schließlich beginnt nicht nur die alljährliche Grippesaison in wenigen Wochen, sondern auch das Risiko einer Mutation des H1N1-Virus steigt mit jedem Tag. So befürchten Experten, dass sich immer mehr Menschen mit der Schweinegrippe infizieren und sich im Zuge dessen ebenfalls die schweren Verläufe mehren. Bislang haben sich knapp 15.000 Menschen in Deutschland mit der Schweinegrippe angesteckt, wobei die große Mehrzahl der Neu-Infektionen aus Reiserückkehrern besteht.
Geschrieben am Dienstag, 1. September 2009 um 11:30 Uhr von Claas Schaefer

Schweinegrippe bei der Bundeswehr
Einige Soldaten der Bundeswehr, die derzeit in Afghanistan stationiert sind, haben sich mit der Schweinegrippe infiziert und stehen daher unter Quarantäne. Allein am Stützpunkt in Masar-i-Sharif sollen am vergangenen Wochenende rund 25 Erkrankungen aufgetreten sein, wie der Sprecher des Einsatzführungskommandos nun bekanntgab.
Mittlerweile werden zwar nur noch fünf Personen von ihren Kameraden isoliert, doch die Bundeswehr warnt Reisende dennoch vor einer erhöhten Ansteckungsgefahr. Daher bestehen derzeit massive Einschränkungen für Besuche, sodass Afghanistan-Flüge für Zivilisten momentan ausschließlich unter strengen Auflagen gewährt werden. So geht die Bundeswehr davon aus, dass sämtliche Einschränkungen bis zum Dezember aufgehoben werden könnten, da der Impfstoff gegen den H1N1-Virus aller Voraussicht nach im Herbst zur Verfügung stehen wird.
Geschrieben am Dienstag, 25. August 2009 um 14:22 Uhr von Claas Schaefer

Eine leere Station im Krankenhaus
Nachdem nun bekannt wurde, dass sich ein Unfallchirurg der Düsseldorfer Universitätsklinik mit dem neuen H1N1-Virus infiziert hat, wurde die gesamte Station unter Quarantäne gestellt. Obwohl der Schnelltest bei rund 80 Kollegen des erkrankten Chirurgen negativ war, wurden diese aus Sicherheitsgründen vom Dienst freigestellt und mussten die Inkubationszeit von einer Woche isoliert zu Hause verbringen. Die Uni-Klinik versicherte aber, dass die Unfallambulanz nach wie vor geöffnet bleibt und es in Düsseldorf keine Probleme bei der Notfallversorgung von Unfallopfern gibt.
Der an Schweinegrippe erkrankte Arzt hatte sich nicht bei der Arbeit mit dem neuen Virus infiziert, sondern auf einer Hochzeitsfeier. Erst nachdem mehrere Gäste des Festes im Laufe der Woche Schweinegrippe-Symptome entwickelt hatten, ließ sich der Chirurg testen.
Geschrieben am Freitag, 14. August 2009 um 13:08 Uhr von Claas Schaefer
Nachdem es in den vergangenen Wochen immer wieder Streit bezüglich der Kostenübernahme für die anstehende Massenimpfung gegen die Schweinegrippe gab, haben sich die Krankenkassen und die Bundesregierung nun endlich geeinigt. Gemeinsam mit dem GKV-Spitzenverband hat Gesundheitsministerin Ulla Schmidt beschlossen, dass die Kassen die Impfung für die Hälfte aller Versicherten übernehmen. Für alle darüber hinaus gehenden -Impfungen werde dann die Bundesregierung aufkommen, gab Bundesgesundheitsministerin Schmidt bekannt. Außerdem sagte sie, die Kassen hätten ausreichend finanzielle Mittel, um Impfungen für etwa 50% ihrer Versicherten zu finanzieren, sodass eine zusätzliche Beitragserhöhung nicht erforderlich sei. Die SPD-Politikerin kündigte zudem an, dass sie eine Rechtsverordnung auf den Weg bringen werde, die die gesetzlichen Krankenkassen zur Impfung verpflichtet.

Krankenkassen (GKV u. PKV) übernehmen einen Teil der Kosten
Geschrieben am Mittwoch, 12. August 2009 um 19:04 Uhr von Claas Schaefer

Die Schulen in NRW werden pünktlich öffnen
Um die weitere Ausbreitung der Schweinegrippe zu verhindern, hatte die nordrhein-westfälische Landesregierung eine Verlängerung der Schulferien in Betracht gezogen. Am gestrigen Dienstag trafen sich daher NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und eine Expertenkommission in der Landeshauptstadt Düsseldorf und trafen eine Entscheidung. Gemeinsam mit den Experten der Gesundheitsämter und erfahrenen Virologen hat sich Laumann schlussendlich gegen diese Maßnahme entschieden, sodass die Schule in Nordrhein-Westfalen wie geplant am 17. August beginnt.
Laut Laumann wäre ein solcher Schritt vollkommen unverhältnismäßig, da sich die Schüler auch außerhalb des Unterrichts treffen würden, wodurch eine Verbreitung des H1N1-Virus durch eine Ferienverlängerung nicht verhindert werden könne. Zudem handelt es sich bei dem Großteil der Infizierten um keine Schüler, denn die Altersgruppe der 18- bis 22-Jährigen sei besonders stark von der Schweinegrippe betroffen. Folglich macht es wenig Sinn den Unterrichtsbeginn zu verschieben.