Geschrieben am Donnerstag, 10. September 2009 um 13:24 Uhr von Claas Schaefer

Eine Impfung soll genügen...
Bislang gingen Experten davon aus, dass zwei Impfungen erforderlich wären, um einen effektiven Schutz vor der neuen Schweinegrippe zu erzielen. Aktuelle Studien haben aber nun die enorm hohe Wirksamkeit des Impfstoffes bestätigt, sodass möglicherweise eine einzige Injektion bereits ausreichen würde.
Hermann Gröhe, Staatsminister im Kanzleramt, berichtete am gestrigen Mittwoch den anderen Mitgliedern der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur neuen Grippe von diesem veränderten Sachverhalt, sodass keine Entscheidung bezüglich der Finanzierung fallen konnte. Erst wenn genaue Ergebnisse vorliegen und klar ist, ob ein oder zwei Impfungen gegen das H1N1-Virus erforderlich sind, wird sich die Arbeitsgruppe erneut in der Bundeshauptstadt treffen und endgültig die Finanzierung der geplanten Impfaktion klären können.
Geschrieben am Montag, 7. September 2009 um 18:55 Uhr von Claas Schaefer

Schweinegrippe-Impfstoff verspätet sich
Die Pharma-Industrie arbeitet schon seit geraumer Zeit mit Hochdruck an der Entwicklung eines effektiven Impfstoffes gegen die Schweinegrippe, dennoch wird sich die Auslieferung verzögern. Medienberichten zufolge soll es ein an Ärzte in Sachsen-Anhalt gerichtetes Rundschreiben geben, demzufolge sich die Impfaktion bis zum Frühjahr 2010 hinziehen könnte. Die Kassenärztliche Vereinigung geht derzeit davon aus, dass die ersten Patienten erst gegen Ende Oktober eine Impfung gegen das H1N1-Virus erhalten können.
Aber nicht nur die deutliche Verspätung des Impfstoffes sorgte für Unmut unter den Ärzten, denn in diesem Rundschreiben wurde ebenfalls darauf hingewiesen, dass die Ärzte pro Impfung ein Honorar von maximal 5 Euro erhalten werden.
Geschrieben am Montag, 7. September 2009 um 18:49 Uhr von Claas Schaefer

Der entwickelte Impfstoff wirkt
In den vergangenen Wochen und Monaten hat die Pharmaindustrie mit Hochdruck an der Entwicklung eines Schweinegrippe-Impfstoffes gearbeitet, der derzeit an Probanden getestet wird. Da es hierzu bislang noch keine Langzeituntersuchungen gibt, wurde nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Wirksamkeit des Impfstoffes immer wieder in Frage gestellt.
Das Schweizer Pharma- und Biotechnologieunternehmen Novartis hat nun die Wirksamkeit seines Impfstoffes im Rahmen einer Pilot-Studie unter Beweis gestellt. Experten sind bisher davon ausgegangen, dass zwei Impfungen erforderlich sein würden, um eine Immunität gegen das gefährliche H1N1-Virus zu erreichen. Tests von Novartis haben nun jedoch ergeben, dass bei etwa 80% aller geimpften Probanden schon die erste Injektion eine starke Immunantwort auslöst. Nach einer zweiten Impfung mit dem Mittel Celtura lag die Antikörper-Antwort sogar bei über 90%, sodass dieser Impfstoff einen effektiven Schutz vor der Schweinegrippe verspricht.
Geschrieben am Mittwoch, 2. September 2009 um 20:26 Uhr von Claas Schaefer

Was hilft gegen die Schweinegrippe?
Bislang sind die Tests des neuen Impfstoffes gegen die Schweinegrippe äußerst positiv verlaufen und haben nur zu lokalen und allgemeinen Nebenwirkungen geführt, die nach ein paar Tagen wieder verschwinden und bis dahin gegebenenfalls durch Kühlen gelindert werden können. Nichtsdestotrotz fürchten sich viele Menschen vor der Impfung, da diese nicht ausreichend erforscht sei. Insbesondere Allergiker sehen die Schweinegrippe-Impfung sehr kritisch. Die europäische Stiftung für Allergieforschung gab nun jedoch Entwarnung und bestätigte, dass durch die Impfung gegen das neue H1N1-Virus kein erhöhtes Allergierisiko bestehe. Die zu erwartenden Nebenwirkungen beruhen zwar nicht auf allergischer Grundlage, aber Allergiker sollten ihren Arzt dennoch im Vorfeld über ihre Empfindlichkeit informieren. Denn einer der Impfstoffe wird beispielsweise in Hühnereiern gezüchtet und könnte bei Menschen, die gegen Hühnerei allergisch sind, unter Umständen zu einem allergischen Schock führen.
Geschrieben am Sonntag, 23. August 2009 um 12:48 Uhr von Claas Schaefer

Die Stimmen gegen eine Impfung werder lauter
Renate Künast, die frühere Bundesministerin für Verbraucherschutz und heutige Fraktionsvorsitzende der Grünen, äußerte sich nun äußerst skeptisch zum Thema Schweinegrippe-Impfung. Künast warnte eindringlich vor einer Panikmache und rief insbesondere Eltern dazu auf, die Ruhe zu bewahren. So kritisierte die Politikerin in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“, dass der Wirkstoff bislang noch nicht hinreichend erforscht sei. Speziell für die Impfung von Kindern gegen den H1N1-Virus lägen noch keine Untersuchungen bezüglich der Nebenwirkungen und Risiken vor, sodass Eltern weitere Informationen abwarten sollten, bevor sie ihr Kind impfen lassen.
Renate Künast gab außerdem zu, selbst ein Impfmuffel zu sein. Die ehemalige Bundesministerin ist sich derzeit noch unsicher, ob sie sich impfen lässt und wird diese Entscheidung von dem weiteren Verlauf der Schweinegrippe abhängig machen.
Geschrieben am Samstag, 22. August 2009 um 14:03 Uhr von Claas Schaefer

Was passiert nach der Impfung?
Noch im diesen Herbst soll hierzulande die bislang größte Impfaktion in der Geschichte der Bundesrepublik beginnen. Aus diesem Grund arbeiten die Pharma-Unternehmen schon seit Monaten mit Hochdruck an der Entwicklung eines Schweinegrippe-Impfstoffes, der sich derzeit in der Testphase befindet. Obwohl derzeit also umfassende Studien bezüglich der Wirksamkeit und der Nebenwirkungen des Impfstoffes stattfinden, warnen nun verschiedene Ärzteverbände vor den Risiken.
Die bevorstehende Massenimpfung soll zwar eine Ausbreitung des H1N1-Virus zumindest mindern, aber Ärzte befürchten insbesondere bei Risikopatienten Komplikationen durch die Schweinegrippe-Impfung. Die Berufsverbände der Internisten, sowie der Kinder- und Jugendärzte äußerten nun ihre Bedenken, schließlich werde der Impfstoff nicht an Risikopatienten, sondern an vollkommen gesunden Probanden getestet. Folglich sei also nicht abzusehen, welche Nebenwirkungen beispielsweise bei chronisch Kranken oder Schwangeren auftreten könnten.
Geschrieben am Samstag, 22. August 2009 um 13:47 Uhr von Claas Schaefer

Impfkosten: Max. 28 Euro je Patient
Nachdem sich der Bund und die Krankenkassen bezüglich der Finanzierung der Massenimpfung gegen Schweinegrippe geeinigt haben, legte die Bundesregierung die Kosten pro Patient auf maximal 28 Euro fest. Obwohl es sich hierbei um eine Doppel-Impfung handelt, sollen nur 18 Euro auf den Impfstoff und die restlichen 10 Euro auf die damit verbundene Dienstleistung des Impfens entfallen.
Das Gesundheitsministerium hat die Verordnung bereits dem Bundeskabinett vorgelegt, das diese voraussichtlich am morgigen Mittwoch verabschieden wird. Die zusätzlichen Kosten für die gesetzlichen Krankenkassen werden sich aller Voraussicht nach auf 0,6 Milliarden Euro belaufen. Die genauen Vereinbarungen müssen nun aber die Länder mit den Krankenkassen klären, sodass es durchaus zu regionalen Unterschieden kommen kann.
Patienten müssen aber auf keinen Fall mit Zusatzzahlungen oder Beitragserhöhungen rechnen, da sich die Kassen und der Bund die Kosten für die Schweinegrippe-Impfung teilen.
Geschrieben am Samstag, 22. August 2009 um 13:42 Uhr von Claas Schaefer

Neue Verordnung: Impfung für jeden Bürger
In der Verordnung der Bundesregierung, die am Mittwoch dem Kabinett vorgelegt werden soll, heißt es, dass ein umfassender Leistungsanspruch bezüglich der Schweinegrippe-Impfung bestünde und somit niemandem die Impfung verweigert werde. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt rief daher die Bürger auf, von ihrem Recht Gebrauch zu machen und sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen. Auf diese Art und Weise könnte die Ausbreitung des H1N1-Virus zumindest eingedämmt und schwerere Verläufe vermindert werden.
Der Bayerische Gesundheitsminister Markus Söder beurteilt die aktuellen Impfpläne jedoch als unzulänglich und äußerte starke Bedenken an dem Vorhaben der Bundesregierung. So befürchte er, dass der Impfstoff nicht ausreichen wird und somit nicht alle Bürger geimpft werden können.
Geschrieben am Mittwoch, 5. August 2009 um 17:42 Uhr von Claas Schaefer

Ist die Impfung gefährlich?
Nach den USA hat nun auch die EU bekanntgegeben, dass sie im Laufe der kommenden Woche mit den Tests des Schweinegrippe-Impfstoffes beginnen wird. Da sich das Virus hauptsächlich über Kinder verbreitet und mehrheitlich Minderjährige betrifft, werden die europaweiten Impf-Tests vorerst an 2.000 Kindern durchgeführt werden.
Experten warnen jedoch vor diesen Versuchen, da der Schweinegrippe-Impfstoff bislang nicht ausreichend geprüft werden konnte und daher keine Langzeitstudien existieren. Aufgrund der nicht absehbaren Risiken wird die Kritik lauter, doch das Paul-Ehrlich-Institut weist diese deutlich zurück. Pressesprecherin Susanne Stöcker betonte, dass der Impfstoff vollkommen regulär zugelassen wurde und zudem langjährige Erfahrungen mit Grippeimpfungen bestehen.
Geschrieben am Sonntag, 2. August 2009 um 15:22 Uhr von Claas Schaefer

USA: Erste Impftests am Menschen
In der kommenden Woche wird der neue Impfstoff gegen Schweinegrippe in den USA erstmals am Menschen getestet. Das Pharma-Unternehmen Benchmark Research aus Fort Worth wird die Tests an freiwilligen Probanden im Auftrag der Hersteller-Firmen durchführen, sodass bald abzusehen sein wird, ob durch den Impfstoff tatsächlich eine Immunität gegen das H1N1-Virus erzielt werden kann.
Dr. William Seger von Benchmark Research, der im texanischen Fort Worth ebenfalls eine eigene Privat-Praxis betreibt, betonte, dass es sich hierbei um vollkommen unabhängige und private Studien handelt, die der ganzen Welt von großem Nutzen sind.
Seger räumte zudem gewisse Risiken ein und schloss selbst Todesfälle nicht aus, denn bei einer ähnlichen Massenimpfung gegen die Schweinegrippe im Jahre 1976 waren 25 US-Amerikaner gestorben. Nichts desto trotz hob er hervor, dass die Wissenschaft und die Medizin in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht hätten, sodass das Risiko als gering einzuschätzen sei.