Bislang dienten die Schweinegrippe-Schnelltests als erstes Mittel, um eine Infizierung mit dem H1N1-Virus nachzuweisen. Diese Methode hat sich jedoch als sehr unzuverlässig erwiesen, denn in etwa 50% aller Fälle liefern diese Schnelltests ein falsches Ergebnis. So ergab ein solcher Schnelltest beispielsweise bei einer Arzthelferin, dass diese gesund sei, obwohl eine spätere Laboruntersuchung das H1N1-Virus zweifelsfrei nachweisen konnte.
Thomas Schulz, der Leiter der Virologie der Medizinischen Hochschule Hannover, erklärte in einem Interview, dass diese Schnelltests für die gewöhnliche Influenza entwickelt wurden und folglich nicht für den Nachweis des neuen H1N1-Virus geeignet sind.
Aufgrund der hohen Fehlerquote haben sich die Krankenkassen und Ärzte nun geeinigt, die Schweinegrippe-Schnelltests nur noch in Ausnahmefällen durchzuführen. Zudem übernehmen die Krankenkassen nur noch bei konkreten Verdachtsfällen, die Risikopatienten betreffen, die Kosten eines zuverlässigen PCR-Tests.




August 11th, 2009 at 09:22
Sehr geehrter Herr Schulz,
Ihre Ausführung, dass die Schnellteste das Virus H1N1 nicht nachweisen ist nicht korrekt.
Das RKI hat eine Tabelle veröffentlicht, aus der deutlich hervorgeht, dass diese Teste ebenfalls das Virus H1N1 erkennen, da es sich hierbei um ein Typ A Virus handelt. Wie Ihnen ja bewusst sein dürfte, wird mit den Schnelltesten lediglich ein “Screening” durchgeführt.
Um eine Differenzierung des Typ A durchzuführen, muss selbstverständlich eine Labortechnische Untersuchung erfolgen.
Für das Ausschlussverfahren ( POS / NEG ) ist der Schnelltest jedoch eine kostengünstige Alternative. Durch die Festlegung der Sensitivität und Spezifikation ist eine ziemlich hohe Genauigkeit der Teste gegeben.
Mfg,
GECKO Pharma GmbH